Frau Holle ein personalisiertes Kinderbuch mit deinem Kind als Held
Eine verlorene Spule, ein Federbett, ein Goldregen
Ein fleißiges Mädchen spinnt den ganzen Tag am Brunnen, bis ihm die Spule ins Wasser fällt und es hinterher in eine Wiese voller Blumen hinabsinkt. Es holt das Brot aus einem rufenden Backofen, schüttelt einen rufenden Apfelbaum und hilft der alten Frau Holle, deren Federbett es auf der Welt schneien lässt. Zum Lohn bekommt es einen Goldregen. Die faule Stiefschwester versucht es auf dem gleichen Weg und kommt voller Pech nach Hause.
Farbpalette: feather-bed white, spring meadow green and shower-of-gold yellow
So wurden diese Bilder gezeichnet
Diese Bilder wurden mit demselben Kinderfoto und denselben Geschichten-Szenen erstellt. Wähle eine Illustrationsstärke, um die Bilder zu vergleichen.
- Bildstil
- Illustriert
- Illustrationsintensität
- Mittel
- Illustrationsstil
- Leuchtende Zeichnung
Illustrationen mit Stärke Mittel werden angezeigt.
Beispielseiten
Beispielillustrationen aus dieser Geschichte. Dein Buch wird mit deinem eigenen Kind als Hauptfigur in den Farben dieser Geschichte gezeichnet.



Frau Holle: die ganze Geschichte
Es war einmal eine Witwe, die hatte zwei Töchter. Die eine war ihre Stieftochter, und die war fleißig und gut. Die andere war ihre eigene Tochter, und die war faul und lag am liebsten im Schatten. Die Witwe aber hatte ihre eigene Tochter viel lieber, und so musste die Stieftochter alle Arbeit im Haus tun.
Jeden Tag musste das fleißige Mädchen draußen am Brunnen an der Straße sitzen und spinnen. Es spann und spann vom Morgen bis zum Abend, bis ihm die Finger müde waren und wehtaten, während die Stiefmutter rief: „Mehr, mehr! Der Korb ist noch nicht leer!“, und die Stiefschwester auf der Bank unter dem Baum lag und gähnte.
Eines Tages, als sich das Mädchen über den Brunnen beugte, um die Spule abzuspülen, glitt sie ihm aus den müden Fingern, fiel plumps ins Wasser und versank.
Weinend lief das Mädchen zur Stiefmutter. „Hast du die Spule hineinfallen lassen“, sagte die Stiefmutter streng, „so sieh zu, wie du sie wiederbekommst.“
Da ging das Mädchen zurück zum Brunnen, kniete sich auf den Rand und schaute hinunter ins Wasser. Es schaute und schaute. Und während es schaute, fing das Wasser an zu schimmern und zu leuchten, ganz sanft, wie eine Lampe hinter einem Fenster, und das Mädchen fühlte, wie es leise in das Licht hinabsank, als ob es einschliefe.
Als es die Augen aufschlug, lag es auf einer schönen Wiese, auf der die Sonne schien und viel tausend Blumen standen. Schmetterlinge tanzten über das Gras, und ein kleiner Weg schlängelte sich über die Wiese davon.
Das Mädchen ging den Weg entlang und kam bald zu einem großen Backofen, der war voller Brot. Und das Brot rief: „Ach, zieh mich raus, zieh mich raus, sonst verbrenn ich! Ich bin schon längst ausgebacken.“
Da nahm das Mädchen den langen hölzernen Brotschieber und holte ein Brot nach dem anderen heraus, goldbraun und warm, und legte sie in einer Reihe zum Abkühlen ins Gras.
Danach ging es weiter und kam zu einem Baum, der hing voll Äpfel. Und der Baum rief: „Ach, schüttel mich, schüttel mich! Wir Äpfel sind alle miteinander reif.“
Da fasste das Mädchen den Baum und schüttelte ihn, dass die Äpfel fielen, als regneten sie, bis keiner mehr oben war. Dann las es sie alle auf, legte sie ordentlich auf einen Haufen und ging weiter.
Endlich kam es zu einem kleinen Haus. Daraus guckte eine alte Frau, und weil sie so große Zähne hatte, bekam das Mädchen Angst und wollte fortlaufen. Die alte Frau aber rief ihm freundlich nach: „Was fürchtest du dich, liebes Kind? Bleib bei mir! Wenn du alle Arbeit im Hause ordentlich tun willst, so soll dir's gut gehen. Du musst nur achtgeben, dass du mein Bett gut machst und es fleißig aufschüttelst, dass die Federn fliegen. Dann schneit es in der Welt. Ich bin die Frau Holle.“
Weil die Alte so gut zu ihm sprach, fasste sich das Mädchen ein Herz, ging hinein und blieb als ihre Helferin. Es besorgte alles zu ihrer Zufriedenheit. Jeden Morgen öffnete es das Fenster und schüttelte das große weiße Federbett so kräftig aus, dass die Federn wie Schneeflocken umherflogen, und tief, tief unten auf der Welt schneite es. Dafür hatte es auch ein gutes Leben bei Frau Holle: kein böses Wort, und alle Tage Gesottenes und Gebratenes.
Eine lange Zeit blieb das Mädchen bei Frau Holle. Doch nach einer Weile wurde es traurig und wusste anfangs selbst nicht, warum. Endlich merkte es: Es war Heimweh. Obwohl es ihm hier tausendmal besser ging als zu Hause, hatte es doch Verlangen, heimzukehren.
Da sagte es: „Frau Holle, ich war so glücklich bei dir, aber nun möchte ich wieder zu den Meinen.“
„Es gefällt mir, dass du wieder nach Hause verlangst“, sagte Frau Holle, „und weil du mir so treu gedient hast, will ich dich selbst wieder hinaufbringen.“
Sie nahm das Mädchen bei der Hand und führte es vor ein großes Tor. Das Tor ging auf, und gerade als das Mädchen darunterstand, fiel ein gewaltiger Goldregen, und alles Gold blieb an ihm hängen, sodass es über und über davon bedeckt war.
„Das sollst du haben, weil du so fleißig gewesen bist“, sagte Frau Holle und gab ihm auch die Spule zurück, die ihm in den Brunnen gefallen war.
Dann schloss sich das Tor, und das Mädchen befand sich oben auf der Welt, nicht weit vom Haus der Stiefmutter. Als es in den Hof kam, saß der Hahn auf dem Brunnenrand und rief:
„Kikeriki, unsere goldene Jungfrau ist wieder hie!“
Die Stiefmutter und die Stiefschwester kamen herausgelaufen, und weil das Mädchen so mit Gold bedeckt war, wurde es gut aufgenommen, und alle wollten hören, was geschehen war. Da erzählte es alles, was es erlebt hatte.
Als die Stiefmutter hörte, wie das Mädchen zu dem vielen Gold gekommen war, wollte sie der eigenen, faulen Tochter dasselbe Glück verschaffen. Also setzte sich die faule Stiefschwester an den Brunnen zum Spinnen, warf die Spule mit Absicht hinein und stieg ihr hinterher.
Sie erwachte auf derselben schönen Wiese und ging denselben Weg entlang. Als sie zu dem Backofen kam, rief das Brot: „Ach, zieh mich raus, zieh mich raus, sonst verbrenn ich!“ Die Faule aber gähnte und sagte: „Ich will mir doch nicht die Hände schmutzig machen“, und ging weiter. Als sie zu dem Apfelbaum kam, rief er: „Ach, schüttel mich, schüttel mich! Wir Äpfel sind alle miteinander reif.“ Sie aber sagte: „Es könnte mir einer auf den Kopf fallen“, und ging weiter.
Als sie vor Frau Holles Haus kam, fürchtete sie sich nicht vor den großen Zähnen, denn sie hatte ja schon davon gehört, und ging gleich hinein. Am ersten Tag arbeitete sie ein wenig, weil sie an das Gold dachte. Am zweiten Tag arbeitete sie schon weniger. Am dritten Tag wollte sie morgens gar nicht mehr aufstehen. Und das Bett schüttelte sie nie so, dass die Federn flogen.
Das hatte Frau Holle bald satt, und sie sagte ihr, es sei Zeit, nach Hause zu gehen. Die Faule freute sich, denn nun, dachte sie, käme der Goldregen. Frau Holle führte sie zu dem großen Tor. Als sie aber darunterstand, wurde statt des Goldes ein großer Kessel voll klebrigem schwarzem Pech über ihr ausgeschüttet.
„Das ist zur Belohnung deiner Dienste“, sagte Frau Holle und schloss das Tor.
So kam die Faule heim, von Kopf bis Fuß voller Pech, und als der Hahn auf dem Brunnen sie sah, rief er:
„Kikeriki, unsere schmutzige Jungfrau ist wieder hie!“
Das Pech wollte nicht abgehen, so viel sie auch rieb. Da holte das fleißige Mädchen einen Eimer Seifenwasser und eine Bürste. „Komm“, sagte es freundlich, „wir schrubben es zusammen ab.“ Sie schrubbten und schrubbten, und ein kleines bisschen ging ab. Und von diesem Tag an ging jedes Mal, wenn die faule Schwester bei der Arbeit half, wieder ein Stückchen ab, bis schließlich gar nichts mehr übrig war. Da hatte sie gelernt, so gern zu helfen wie ihre Schwester, und der Hahn auf dem Brunnen hatte nichts mehr zu krähen.
Rollen für deine Familie
Füge diese Personen zum Buch hinzu – sie übernehmen diese Rollen mit ihren eigenen Gesichtern. Alle weiteren Personen, die du hinzufügst, kommen als sie selbst an der Seite der Hauptfigur vor.
- Frau Holle — passt zu: Großmutter, Tante, Mutter
- Die Stiefmutter — im nächsten Schritt per Name wählbar
- Die faule Stiefschwester — im nächsten Schritt per Name wählbar