Mein erster Schultag ein personalisiertes Kinderbuch mit deinem Kind als Held
Neue Schuhe, neue Freunde, ein mutiges Herz
In der Nacht vor dem ersten Schultag ist unser Held viel zu aufgeregt zum Schlafen. Am Ende des Tages gibt es einen neuen Freund, einen mutigen Moment vor der ganzen Klasse und ein Bild zum Zeigen. Die Schmetterlinge im Bauch sind davongeflogen.
Farbpalette: sunny yellow, apple red and sky blue
Beispielseiten
Beispielillustrationen aus dieser Geschichte. Dein Buch wird mit deinem eigenen Kind als Hauptfigur in den Farben dieser Geschichte gezeichnet.



Beispielbücher
Mein erster Schultag: die ganze Geschichte
In der Nacht vor ihrem allerersten Schultag konnte Lena nicht einschlafen. Sie lag mit offenen Augen im Bett und schaute auf die Sachen, die neben dem Bett auf sie warteten: ein nagelneuer Schulranzen mit glänzenden Schnallen und ein Paar neue Schuhe mit leuchtend blauen Schnürsenkeln.
Sie drehte sich auf die eine Seite. Sie drehte sich auf die andere Seite. In ihrem Bauch kribbelte es, als ob ein ganzer Schwarm Schmetterlinge darin herumflatterte. Manche Schmetterlinge waren fröhlich und aufgeregt. Und manche waren ein kleines bisschen ängstlich.
„Was ist, wenn ich nicht weiß, wohin ich gehen muss?“, flüsterte Lena ihrem Teddy zu. „Und was ist, wenn keiner mit mir spielen will?“
Der Teddy sagte nichts, aber er schaute sehr lieb. Irgendwann, viel später als sonst, schlief Lena endlich ein.
Am Morgen half Papa ihr, die blauen Schnürsenkel zuzubinden, und Lena setzte ihren neuen Ranzen auf. Dann gingen sie zusammen zur Schule, Hand in Hand, die Straße entlang und um die Ecke.
Die Schule war groß. Viel größer, als Lena sie in Erinnerung hatte. Sie hatte hohe Fenster, eine breite rote Tür und einen Schulhof voller Kinder, die alle gleichzeitig redeten und lachten. Am Schultor hielt sich Lena ganz fest an den Riemen ihres Ranzens.
„Die ist so riesig“, sagte sie mit ganz leiser Stimme.
Papa hockte sich neben sie. „Ja, sie sieht riesig aus“, sagte er. „Aber du bist mutiger, als du denkst. Und wenn die Schule aus ist, stehe ich genau hier am Tor.“
Er drückte sie fest, und Lena ging durch das Tor.
An der Tür zum Klassenzimmer stand eine Lehrerin mit lockigen Haaren und einer Sonnenblume auf dem Pullover. Sie lächelte jedes Kind an, das hereinkam, und sie kannte alle Namen.
„Guten Morgen, Lena“, sagte sie. „Ich bin Frau Sommer. Wie schön, dass du da bist.“
Drinnen war es bunt und laut. Es gab Tische mit Körbchen voller Buntstifte, eine Ecke mit Bauklötzen, einen weichen Teppich und Regale voller Bilderbücher. Die Kinder liefen hierhin und dorthin, schwatzten und lachten. Lena lief nirgendwohin. Sie blieb ganz still bei den Garderobenhaken stehen, am Rand von allem, hielt ihre Ranzenriemen fest und sagte keinen Ton.
Da bemerkte sie noch jemanden.
An einem Tisch am Fenster saß ein Junge, ganz allein. Vor ihm lag ein Blatt Papier, aber er malte nicht. Er schaute auf seine Hände, und Lena fand, dass er genauso aussah, wie sie sich innen drin fühlte: als ob auch in seinem Bauch ein ganzer Schwarm Schmetterlinge flatterte.
Lena holte tief Luft. Sie ging zu dem Tisch und setzte sich neben ihn. Dann nahm sie einen Buntstift aus dem Körbchen, den leuchtendsten gelben, und hielt ihn ihm hin.
„Willst du den?“, fragte sie. „Das ist der sonnigste.“
Der Junge sah auf. Ganz langsam lächelte er. „Danke“, sagte er. „Ich heiße Ben.“
„Ich bin Lena.“
Und so malten sie nebeneinander. Ben malte eine große gelbe Sonne, und Lena malte ein Haus mit einer roten Tür, und dann kamen noch ein Hund, ein Baum und ein Regenbogen dazu. Bald kicherten die beiden, und Lena merkte, dass die ängstlichen Schmetterlinge in ihrem Bauch schon ein bisschen ruhiger geworden waren.
Nach dem Malen ging Ben in die Bauecke und baute einen hohen Turm. Er setzte einen Klotz auf den anderen, höher und höher, bis der Turm fast so groß war wie er selbst. Und dann, wackel, wackel, rumms! Der Turm kippte um, und die Klötze purzelten überallhin.
Bens Unterlippe fing an zu zittern. Ein paar Kinder drehten sich um, und auf einmal war es ganz still im Raum.
Lena wurden die Wangen heiß. Alle schauten her. Aber sie kniete sich trotzdem neben Ben auf den Boden.
„Wir bauen ihn einfach noch mal“, sagte sie. „Zusammen. Ich halte unten fest, damit er nicht wackelt.“
Also hielt Lena fest, und Ben stapelte. Ein Klotz. Zwei Klötze. Zehn Klötze. Der Turm wuchs, höher als vorher, gerade und fest. Als Ben den allerletzten Klotz obendrauf setzte, klatschte die ganze Klasse, und Frau Sommer klatschte am lautesten.
„Toll gemacht, ihr zwei“, sagte sie. „Das war sehr lieb und sehr mutig.“
In der Pause schien die Sonne, und alle durften auf den Schulhof. Lena und Ben rannten um den großen Baum herum, an der Rutsche vorbei, bis zum Zaun und wieder zurück. Sie spielten Fangen und Himmel und Hölle und lachten, bis sie ganz außer Atem waren.
Als sie wieder hereinkamen, war Vorlesezeit. Alle setzten sich zusammen auf den weichen Teppich, und Frau Sommer schlug ein Bilderbuch auf, über einen kleinen Bären, der ein großes Abenteuer erlebt. Sie machte alle Stimmen nach, eine tiefe brummige für den Bären und eine piepsige für die Maus, und die Kinder lachten und rückten ganz nah heran, um die Bilder zu sehen.
Lena schaute zum Fenster. Am Morgen hatte Frau Sommer mit allen Kindern Papierschmetterlinge in allen Farben ausgeschnitten, und nun klebten sie überall an der Scheibe. Jetzt wehte ein kleiner Wind durch das offene Fenster herein. Und einen Augenblick lang sah es so aus, als würden die Papierschmetterlinge mit den Flügeln schlagen, sich von der Scheibe lösen und hinaus in den Sonnenschein fliegen.
Lena legte die Hand auf ihren Bauch. Da drin war es ganz ruhig. Alle ängstlichen Schmetterlinge waren mit ihnen davongeflogen.
Als die Schule aus war, rannte Lena aus dem Klassenzimmer und über den Schulhof, ihr Bild hoch über dem Kopf. Und da am Tor stand Papa, genau wie er es versprochen hatte.
„Guck mal!“, rief sie. „Ich hab ein Bild gemalt! Und ich hab einen Freund! Er heißt Ben, und wir haben den höchsten Turm der ganzen Klasse gebaut!“
Papa hob sie hoch und wirbelte sie im Kreis. „Ich wusste, dass du das schaffst“, sagte er.
An diesem Abend packte Lena ihren Ranzen ganz allein und stellte ihn neben ihr Bett, gleich neben die neuen Schuhe. Sie kuschelte sich mit ihrem Teddy unter die Decke. Ihr Bauch fühlte sich warm und ruhig an.
„Teddy“, flüsterte sie, „ich freu mich schon auf morgen.“
Und diesmal schlief sie sofort ein.
Rollen für deine Familie
Füge diese Personen zum Buch hinzu – sie übernehmen diese Rollen mit ihren eigenen Gesichtern. Alle weiteren Personen, die du hinzufügst, kommen als sie selbst an der Seite der Hauptfigur vor.
- Parent — passt zu: Mutter, Vater, Großmutter, Großvater, Tante, Onkel
- Teacher — passt zu: Jemand anderes, Tante, Onkel, Großmutter, Großvater
- New friend — passt zu: Freund/Freundin, Cousin/Cousine, Bruder oder Schwester